Gruppen-Ausstellung ab 15.November 2025 am Rüttenscheider Markt in Essen

(Nov. 2026) Die Ausstellung in der Essener Goldschmiede von „ZWEI MACHEN SCHMUCK“ zeigt Schmuck, Porzellan und Fotografien, die Alltagsgegenstände künstlerisch interpretieren und das Alltägliche zur Kunst machen. (ZWEI MACHEN SCHMUCK, Rüttenscheider Platz 12, Essen)

Zum Beispiel Knoten in der Kette. Sie sind eigentlich lästig und müssen mühsam wieder entknotet werden. In Kirstin Jankowskis neuer Schmuckserie „Knoten“ hingegen sind sie schmückendes Element und stehen im Mittelpunkt. Die aus Steinkugeln oder Perlen geknüpften Knoten sind mit Silber- oder Gelbgoldketten und -drähten zu Hals- und Ohrschmuck verarbeitet. Je nach Größe und Form der Kugeln fällt jeder Knoten etwas anders aus, sodass jedes Schmuckstück ein Unikat ist. Die Farbpalette der Schmuckstücke reicht von kontrastreich und farbenfroh bis zu dezent und elegant.

 

Unter dem Label „soprana design“ entwirft Petra Hilpert multifunktionale Geschirrstücke und Wohnaccessoires aus Porzellan, Keramik und Glas. In der Ausstellung zeigt sie individuell gefertigte Trinkgefäße, darunter Intarsienbecher, bei denen sie weißes Porzellan kunstvoll mit zarten Pastellfarben kombiniert. Während die Innenseite mit einer glänzenden Glasur versehen ist, um höchste Funktionalität und leichte Reinigung zu gewährleisten, besticht die Außenseite durch die edle, samtig-matte Haptik von unglasiertem Biskuitporzellan. Passend dazu sind pastellfarbene Teeschalen zu sehen. Die feine Farbgebung in sanften Pastelltönen entsteht durch die komplett eingefärbte Porzellanmasse, wodurch eine dauerhafte, elegante Farbechtheit gewährleistet ist.

 

Meine Fotoserie „Who are you?“ zeigt Gebilde, die sich aus Alltagsgegenständen zusammensetzen und zu Figuren stapeln. Gläser, Porzellan, Schachteln, Tassen, Konservendosen, Schalen, Vasen oder auch Eierkartons bilden Rumpf, Oberkörper und Hals. Knöpfe, Tischtennisbälle, Haushaltsgummis oder vertrocknete Blütenblätter erinnern an Augen, Kragen, Haare, Nasen, Ohren oder Arme. Erstaunlicherweise setzt sich alles nahtlos zu puppenartigen Figürchen zusammen. Sie zitieren Typen und Charaktere, die uns irgendwie bekannt und vertraut sind. Da ist der Militär, der Pfaffe, das Elternteil mit Kind, die Mamsell und ein Exot. Es sind auch Materialcollagen, die sich zu vorbildlosen, aber offensichtlichen Personenerscheinungen mit Stimmungsausdruck zusammensetzen. Es sind zufällige Figurenassoziationen, die sich aufdrängen, eine ganz eigene, witzige Geschichte erzählen und zum Schmunzeln einladen.

 

Alle drei Künstler*Innen ergänzen sich kongenial zu einer erfrischenden Präsentation in der charmanten Goldschmiede am Rüttenscheider Markt. Die Ausstellung ist bis zum 06. Januar 2026 bei ZWEI MACHEN SCHMUCK während der Öffnungszeiten zu sehen.

https://www.zweimachenschmuck.com

https://www.instagram.com/zweimachenschmuck/

 

Seit Jahren beschäftige ich mich mit urbanen Fundstücken und inszeniere in meiner Fotografie malerisch anmutende Stillleben von alltäglichem, wertlosem Kram in Farbe, Unordnung und Auflösung. Meine aktuellen Arbeiten thematisieren die „Kunst, das Gleichgewicht zu halten / Art of Balance“.

Die Serie zeigt Konservendosen und anderen Kram, die sich zu waghalsigen Konstruktionen stapeln und türmen. Unterschiedliche Materialien und Formen gehen widersprüchliche und temporäre Allianzen ein, die ausbalanciert und scheinbar eingefroren einen labilen Moment des Gleichgewichts zeigen. Es entstehen imposante und witzige Konstruktionen. Ein scheinbar stabiler Augenblick einer äußerst instabilen Figur. Es braucht nicht viel, um alles zum Einstürzen zu bringen, so dass vielleicht im nächsten Moment alles in sich zusammenbricht und mit großem Getöse aufschlägt.

Die „Kunst, das Gleichgewicht zu halten“ erscheint wie eine Metapher für die Komplexität unseres Alltags mit seinen historischen Schichtungen, multidimensionalen Erscheinungen, fragilen Bündnissen und waghalsigen Handlungen.

( 04.06.2023) Am 3. Juni war die Eröffnung der diesjährigen traditionsreichen Gruppenausstellung „Die Grosse“ in Düsseldorf.

„Vom 04.06.2023 – 09.07.2023 findet im Kunstpalast Düsseldorf, im NRW-Forum und Ehrenhof wieder die größte von Künstler*innen für Künstler*innen organisierte Ausstellung in Deutschland statt. Seit Errichtung des Kunstpalasts 1902, bietet der Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen e.V. mit der Organisation dieser Ausstellung eine einzigartige Plattform für den Austausch von Künstler*innen, Kunstinteressierten und Käufer*innen. Das Besondere: Die Werke können von den Besucher*innen ohne Beteiligung einer Galerie direkt erworben werden. Die Auswahl der 153 teilnehmenden Künstler*innen wurde in diesem Jahr aus über 1.200 Bewerbungen durch eine jährlich wechselnde Jury getroffen. Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Grafik, Bildhauerei, Installation und Video. Ein Teil des Verkaufserlöses geht an den organisierenden Verein, der mit diesen Einnahmen, sowie mit Förder- und Sponsorengeldern, die hohen Kosten dieses spektakulären Kunstereignisses finanziert.“ (Zitat www.diegrosse.de)

 

Und ich freue mich sehr, in diesem Jahr erstmalig Teil dieser großen, wirklich großen Ausstellung zu sein. Es brauchte gestern beim Eröffnungstag über 2 Stunden, um alle Arbeiten im Ruhe betrachten und bewundern zu können. Es bot sich eine breite Range von Arbeiten, die teilweise historisierende Fortführungen bekannter historischer Positionen, teilweise typische aktuelle Statements und ein paar sehr außergewöhnliche, sehr innovative Beiträge umfasste. Und es war ein schönes Gefühl, meine eigenen Arbeiten neben all diesen spannenden und großartigen Werken der Kolleg*innen zu sehen. Die direkte Nachbarschaft zu drei Arbeiten von Corinna Gertz, deren Werke ich sehr bewundere, ist natürlich ein toller Glücksfall. Die Arbeiten passen sehr gut zusammen und bilden eine schöne „Stillleben-Ecke“.