Wenige konkrete Formen, alles verliert Kontur, fließt weg, implodiert, kriecht in sich zurück. Nicht mehr zu erkennen, wo es herkommt und wohin es sich entwickelt.  Es löst sich auf und geht zu Ende.

Die Zeit zwischen den Jahren. Mit Mengen von Regen, Dauerregen. Niedrigen Wolken, Nebel, diesig.

Schmuddelwetter ist schön dagegen. Zeit für Depression, Tristesse. Ohne Antrieb, keine Lust, keine Inspiration, keine Idee, wie es weitergehen könnte.

Bestes Fotowetter. Zur Kamera greifen und los. Raus. Entsprechendes suchen, analoges finden. Auf dem Schrottplatz. Mein beliebtester Pausen-Raum. Hier finde ich immer was.

Kaum bin ich da, stellt sich Enttäuschung ein: der Platz ist leer. Alle Wracks sind abgeräumt. Kein gepresstes Vehikel in der Ecke. Die Rad- Lader parkten, die Müllcontainer sind voll. Kaum einer arbeitet. Kein Schrauber beim Ausschlachten. Wer sich blicken lässt ist auch schnell wieder verschwunden.

Auf den Rückweg entdecke ich das ausgebrannte Wrack mit den Farben des Tages und den Formen, die der Stimmung entsprechen. Auf meinem Schrottplatz gibt es immer was zu finden.

Für das Frühjahr suche ich eine Weiterentwicklung dieser Schrottmotive. Daher schreibe ich in diesen Tagen bereits diverse Schrott-Großhändler und  -Verwerter in der Region an, um eine Fotogenehmigung zu erhalten. Das Ergebnis ist nicht sehr aufbauend: Bisher gab es nur Absagen. Nette Briefe, freundliche Reaktion auf meine schriftliche Anfrage; aber negative Antwort: Eine Fotogenehmigung ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich…

Warum eigentlich nicht?